Kreativmeeting mit Wolfgang Joop

In seinem Atelier in Charlottenburg entwirft Designer Wolfgang Joop nicht nur Looks für den Laufsteg, sondern arbeitet auch an seiner neuen Marke Looks by Wolfgang Joop. Homeaccessoires und Dekorationsartikel von Looks wird es exklusiv bei DEPOT geben. Schön hier hat den Designer zum Gespräch getroffen.

 

Diese Räume sind wirklich etwas Besonderes. Man hat das Gefühl, die Kreativität mit Händen greifen zu können. Wieviel Zeit verbringen Sie denn hier in diesem Atelier?

"Das ist unterschiedlich. Ich habe zwar ein festes Atelier in Berlin, aber eigentlich ist mein Atelier immer dort, wo ich gerade bin, weil ich, auch wenn ich unterwegs bin, nie aufhöre zu arbeiten."

 

Viel Zeit haben Sie gerade zum Beispiel auch am Set von Germany‘s next Topmodel verbracht.

"Richtig. Es war einfach großartig mit Heidi zu arbeiten. Sie ist durch und durch Profi, immer pünktlich, immer gutgelaunt. Das bringt sie auch den Mädchen bei GNTM wunderbar bei."

 

Sie haben sich nicht erst durch die Zusammenarbeit bei Germany’s next Topmodel kennengelernt. Wann haben Sie Heidi Klum denn zum ersten Mal getroffen?

"Das war vor vielen Jahren zum ersten Mal in New York. Damals hatte sie noch braune Locken und war mit dem australischen Starfriseur Ric Pipino verheiratet.

Sie wirkte wie ein ganz typisches American Girl und hat von dieser Stadt aus eine einmalige Karriere hingelegt. Heute treffen wir uns immer mal wieder in Los Angeles. Auch eine wunderbare Stadt."

 

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag – ganz frei von TV-Produktionen – aus?

"Der wird vor allem von meinem Team bestimmt. Und am Freitagabend hört meine Arbeit auch nicht auf, sondern begleitet mich durch das Wochenende. Das empfinde ich keineswegs als störend, meine Arbeit ist meine Passion. Kaum etwas entspannt mich so sehr wie Zeichnen oder Malen. Es erfüllt mich so sehr, dass ich nicht selten am Abend sehr spät zu Bett gehe, dann morgens sehr müde bin und bedaure, schon am Vormittag erste Termine vereinbart zu haben."

Und wie arbeiten Sie dann am liebsten kreativ?

"Auf der einen Seite genieße ich Ruhe beim Arbeiten. Auf der anderen Seite zeichne ich auch sehr gerne inmitten meines Teams, zwischen meinen Schnitt- und Nähkünstlern. Dann kann ich mit ihnen sofort alle neuen Ideen diskutieren."

 

Woher kommen die vielen neuen Ideen für Ihre Arbeit? Was inspiriert Sie?

"Inspiration kommt nie von selbst um die Ecke, man kann sie aber durch ganz viel Beobachten locken. Die besten Ideen begegnen mir bei der Arbeit selbst, dann kommt mir ein überraschender Gedanke und etwas Tolles entsteht. Letztendlich inspiriert mich die Mode selbst, jene flüchtige Schwester der Kunst. Ich versuche mich ihrem schnellen Rhythmus anzupassen und habe gelernt, Impulse sofort aufzunehmen und im Zweifel auch direkt wieder zu verwerfen."

 

Bei dem schnellen Tempo und den vielen Ideen, fragt man sich schon, wie Sie es schaffen, die Inspiration auch festzuhalten oder umzusetzen.

"Ich bin ein schneller Zeichner und ein guter Illustrator. Ich zeichne Menschen in bestimmten Posen, um ihnen Attitude zu verleihen. Und diese Pose verlangt nach bestimmter Kleidung. Nach der Skizze folgen als nächstes die Entscheidungen für Schnitt und Farbe."

 

Von was lassen Sie sich in diesem Prozess leiten? Was wollen Sie mit Ihren Designs erreichen?

"Immer wieder begegne ich Menschen, die romantisch und mutig zugleich wirken.

Für diese Menschen möchte ich Mode entwerfen. Diese Mode soll Geschichten erzählen, ob von vorgestern oder von übermorgen. Der Prozess des Entwerfens, das Erspüren des Zeittrends, ihm zu folgen oder ihn zu umgehen – all das erfüllt mich mit Spannung und Erwartung."


Man findet Ihre kreative Handschrift aber nicht nur in der Mode. Was würden Sie sagen, welche Formen kann Ihre Kreativität noch annehmen?

"Schwer zu sagen. Ich bin mit vielen Talenten gesegnet. Oder gestraft, wie man’s nimmt. Manchmal wünsche ich mir, ich hätte nicht so viele Talente. Dann könnte ich mich auf eine Sache konzentrieren, ich könnte etwas Endgültiges kreieren, das endgültige Bild zum Beispiel oder das endgültige Buch. Das gelingt mir so nicht, weil ich einfach viele Dinge gleichzeitig tue. Und in der Mode gibt es erst Recht keine endgültige Form. Da zählt nur das Heute."

 

Das ist ein gutes Stichwort. Gerade jetzt haben Sie wieder eines Ihrer vielen Talente eingesetzt und eine ganz neue Marke erschaffen, LOOKS by Wolfgang Joop.

"Ich habe mich 13 Jahre mit High-Fashion beschäftigt, also exklusive Produkte für Kunden entworfen, die schlank, international und vermögend sind. Also für Kunden, die sehr rar sind. Nun hatte ich das Bedürfnis, eine Kollektion zu entwerfen, die Fashion, Fragrance, Homewear, Sportswear und Accessoires umfasst und somit eine komplette Welt abdeckt."

 

Für Ihre neue Kollektion kooperieren Sie dabei mit DEPOT. Wie kam es dazu?

"Zu Ostern oder Weihnachten bin ich Jahr für Jahr ratlos, was ich meinen Lieben schenken kann. Bei einer meiner Suchen nach Geschenkideen ist mir DEPOT ganz besonders aufgefallen. Als ich in der Filiale in Potsdam war, wurde mir klar, ich muss den DEPOT Chef als Lizenzpartner für mein neues Label LOOKS by Wolfgang Joop gewinnen. Im letzten Jahr haben wir dann bei meinem Besuch in der Hauptzentrale darüber gesprochen, was wir gemeinsam bewegen könnten und uns entschieden, zusammenzuarbeiten."

 

Bei Ihrer Zusammenarbeit mit DEPOT ist die Auswahl an möglichen Produkten groß. Zum Start haben Sie sich für einen Raumduft und zwei Taschen entschieden.

"In meinen Taschen sollen die DEPOT Einkäufe nach Hause getragen werden. Und natürlich ist mir bewusst, dass keine Frau genug Taschen hat.

Der Duft darf  zu Hause seine Wirkung entfalten, stimulieren und betören. Das ist es, was wir Designer möchten: verführen. Und mit Düften verführt man nun mal am effektivsten. Ich möchte sowohl mit den Taschen als auch mit dem Duft den DEPOT Kunden nicht einen bestimmten Stil auferlegen, sondern ihren eigenen, ganz besonderen Charakter unterstreichen."

 

Wird es bald noch weitere Produkte von Ihnen bei DEPOT geben?

"Ja, wir arbeiten gerade an den nächsten Ideen. Ich hoffe, dass sie den DEPOT Fans gefallen. Ob die nächsten Entwürfe ein Erfolg werden – das entscheiden allein die DEPOT Kunden."

 

Sie haben Los Angeles als eine wunderbare Stadt bezeichnet, was gefällt Ihnen so an L.A.?

"Die Stadt hat viele unterschiedliche Viertel, ein wenig Bohème, aber dabei ganz anders als in Paris. Auch in der Kunst hat sie viel zu bieten, in den Galerien findet man wegweisende, moderne Kunst, dort habe ich mir schon das ein oder andere Kunstwerk gekauft."


Ihre Heimatstadt aber ist Berlin. Haben Sie ein paar Hauptstadt-Tipps für uns parat?

"Sie sollten die Museumsinsel besuchen. Und abends in der legendären „Paris Bar“ in der Kantstraße vorbeischauen."


In Ihren Worten: Was zeichnet Ihre Arbeiten aus?

"Ich zeichne und koloriere alle meine Stoffe und Prints selbst. Außerdem lasse ich immer wieder Affenmotive auftauchen, inmitten von Blumenprints und Grafiken, sogar auf meinen Gemälden. Der Affe ist dem Menschen sehr ähnlich, teilt viele Gewohnheiten mit uns – nur nicht die Mode. Das finde ich spannend."


GEWINNEN SIE EIN ORIGINAL

WIR VERLOSEN EINE ORIGINAL SKIZZE DES RAUMSPRAYS LOOKS BY WOLFGANG JOOP! 

Bis zum 23. Juni können Sie in jeder teilnehmenden DEPOT Filiale mitmachen und mit etwas Glück diese ganz besondere Zeichnung gewinnen.

Design beginnt auf dem Papier. Die Zeichnung, die Wolfgang Joop von seinen ersten Produkten für DEPOT angefertigt hat, könnte bald Ihre Wand zieren. Füllen Sie bei Ihrem nächsten Einkauf an der Kasse einfach eine Gewinnspielkarte aus und nehmen Sie an der Verlosung teil.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen viel Glück!