Die perfekte Wandgestaltung im Wohnzimmer

Weiße Wände hat doch jeder, oder? Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Wände im Haus zu gestalten. Wir widmen uns heute allerdings nur einem Raum im Haus, dem Wohnzimmer. Wir zeigen auf, wie Sie die vertikalen Flächen Ihres Wohnrefugiums ganz unterschiedlich gestalten können und geben Ihnen außerdem wertvolle Tipps.


Vollflächige Wandgestaltung im Wohnraum - Wandfarbe oder Tapete

1.Wandfarbe:

Eine Möglichkeit besteht darin, die Wände im Wohnraum vollflächig zu gestalten. Ein Farbanstrich bietet sich an und ist in erster Linie, die einfachste Variante der Wandgestaltung. Eine gute Oberfläche, für den Anstrich mit Dispersionsfarbe, bilden glatt verputzte Wände aus. Aber auch eine Raufasertapete dient als neutrale Basis für einen Farbauftrag.

Hier einige Tipps und Ideen:

- Farbflächen verändern Räume. Mit vollflächigen Wandanstrichen kann man Räume optisch modellieren. Ein längsgerichteter Raum z.B. kann kürzer erscheinen, wenn nur eine der Stirnseiten gestrichen wird.

- Betonen Sie mit einem Farbanstrich einen Teilbereich Ihres Wohnzimmers. Vielleicht eine Farbfläche hinter dem Sofa. Ein Teppich kann den Farbbereich an der Wand, am Boden weiterführen. Eine Rauminsel entsteht.

- Achten Sie beim Planen von Farbflächen auf Schrankhöhen, Türhöhen oder Fensterhöhen. Hier können imaginäre Linien für Farbbereiche weitergeführt werden. Diese Farbfelder geben unruhig gestalteten Wandansichten halt.

- Farben haben eine enorme Wirkung auf den Raum und auf das Wohlbefinden. Die Farbwahl ist entscheidend und ein wichtiges Kriterium bei der Gestaltung Ihrer Wände. Blau suggeriert Weite, ein kräftiges Gelb rück in den Vordergrund. Dunkle Farben lassen Wände näher rücken, helle Farben treten in den Hintergrund. Ein dunkles Grün wirkt beruhigend, ein leuchtendes Grün belebt das Gemüt.

- Auch mit neutralen Wandfarben können Sie die Wände Ihres Wohnzimmers gestalten. Ein schlichtes Grau kann, wenn es mehr Rot- oder Gelbpigmente enthält, Wärme ausstrahlen. Hingegen wirkt ein blaustichiges Grau eher kühl. Sandtöne nehmen sich zurück und haben ebenfalls eine neutrale Wirkung. Je nach Helligkeit der Farbe, kann Tiefe oder Weite erzeugt werden.

2. Tapete:

Auch mit einer schönen Tapete, lässt sich die Wand eines Wohnzimmers gestalten. Die Tapete hat regelmäßig ihr Comeback. Die Material-, Muster- und Farbvielfalt ist enorm. In der digitalen Welt ist selbst die Fototapete wieder salonfähig und öffnet uns ein Fenster zur Natur.

Hier einige Tipps und Ideen:

- Wer die Wahl hat, hat die Qual. Tapeten gibt es in unzähligen Muster- und Farbvarianten. Legen Sie sich zuallererst auf eine Farbe fest und überlegen Sie dann, welches Muster evtl. an die Wand Ihres Wohnzimmers passt. Greifen Sie eine bestehende Farbe Ihres Wohnzimmers auf, vielleicht betonen Sie Ihren Bodenbelag oder Sie haben schon einen farbigen Sessel im Raum stehen. Es bietet sich an, vorab ein Stück, der in Frage kommenden Tapete, mit nach Hause zu nehmen. Überprüfen Sie damit die Farbe und das Muster.

- Bei der Musterwahl gilt, je kleiner das Tapetenmuster, desto mehr tritt die Tapetenfläche in den Hintergrund. Allerdings kann ein aufdringliches Muster, weil die Farbunterschiede zu hart sind, auch sehr unruhig wirken.

- Auch mit einer Tapete können Sie nur eine Wohnzimmerwand gestalten oder einen Teilbereich hervorheben. Praktisch ist, wenn Sie Wandpaneele tapezieren und diese als geteiltes, großflächiges Wandbild an die Wand hängen.

- Die Wände bleiben meistens nicht leer. Auch an tapezierten Wänden können Wandboarde oder offene Regale stehen. Berücksichtigen Sie das, damit die Wandgestaltung insgesamt nicht zu unruhig wird. Verschlossene Schränke verdecken einen großen Teil der Tapetenwand, hier darf mit der Musterwahl sprichwörtlich auf die Pauke gehauen werden.

- Fototapeten liegen im Trend, gestalten Sie doch Ihre Wohnzimmerwand mit einem individuellen Wandbild. Wohnzimmer ohne Ausblick bekommen plötzlich einen Panoramablick auf die Weite der Natur. Oder würden Sie lieber in einer Großstadt, wie New York leben?

Für alle Varianten gilt es allerdings, vor der Durchführung, die Beschaffenheit der Wand zu überprüfen, damit ein Farbanstrich oder eine Tapete an der Wand haftet.

Tipp: Bevor mit dem Farbanstrich oder dem Tapezieren begonnen werden kann, sollte die Beschaffenheit der Wand überprüft werden. Frisch verputzte Wände müssen vorab mit einem Haftgrund versehen werden, da sonst die Farbe oder die Tapete nicht an der Wand haftet. Sollte sich bestehender Putz von der Wand lösen oder sich Bohrlöcher in der Wand befinden, können diese mit einem Gipsspachtel ausgebessert und gefüllt werden. Es gilt vor dem Tapezieren, alle Unebenheiten bündig zur Wand abzuschleifen, da sich diese sonst unter der Tapete abzeichnen würden. Auch diese Stellen müssen vor dem Anstrich oder dem Tapezieren mit einem Tiefengrund vorbehandelt werden. Liegt ein Farbanstrich schon länger zurück, können Sie überprüfen, ob sich Kalkstaub mit der Hand von der Wand wischen lässt. Ist das der Fall, muss die Wand staubfrei sein und ebenfalls mit einem Haftgrund vorbehandelt werden. Alte Tapeten sollten unbedingt beseitigt werden, bevor neue Bahnen an die Wand gekleistert werden. Auch Wände aus Gipskarton müssen vor einem Anstrich oder der Verklebung von Tapeten unbedingt vorbehandelt werden.

Punktuelle/ temporäre Wandgestaltung im Wohnzimmer

Wenn Sie nicht gleich eine ganze Wand Ihres Wohnzimmers gestalten möchten, gibt es andere Möglichkeiten der Wandgestaltung. Auch punktuell oder temporär können Wandbereiche betont werden.

Hier einige Tipps und Ideen:


3. W
andsticker:

- Mit Wandstickern, das sind aus Klebefolie ausgestanzte Ornamente, Grafiken oder Schriftzüge, lassen sich Wandflächen temporär gestalten. Witzige Sprüche, die über dem Sofa prangen, sorgen für ein Lächeln auf dem Gesicht. Vielleicht mögen Sie mit einem Klebetext auch lieber Ihren Lieblingsschriftsteller zitieren.

Tipp: Wandsticker lassen sich rückstandslos entfernen und sind somit optimal für eine temporäre Wandgestaltung eines Wohnzimmers geeignet.

4. Bilderwand:

- Natürlich, die Bilderwand ist ein Klassiker unter den Möglichkeiten der Wandgestaltungen. Mit Bildern oder eben Fotos lassen sich Teilbereiche an einer vertikalen Fläche bestücken.

Tipp: So gestalten Sie eine Bilderwand. Zeichnen Sie am besten Ihre Wandansicht in einem passenden Maßstab auf Papier, so auch die Bilder, die an der Wand einen Platz finden sollen. Die maßstäblichen Bilder schneiden Sie aus, damit Sie diese auf der gezeichneten Wandansicht anordnen und verschieben können. Das Maß entnehmen Sie von der fertigen Papierskizze und übertragen mit dem Meterstab und einer Wasserwaage, die Bohrlöcher für die Bilder auf die Wand.

- Mit Bilderleisten, das sind schmale Wandbarde, die an die Wand geschraubt werden, bleibt eine Bilderwand temporär. Bilder können nach belieben ausgetauscht werden. Auch Bücher und schöne Bildbände können auf die Wandbarde gestellt werden. Das ergibt außerdem eine praktische Bibliothek.

- Wenn Sie optische Klarheit vorziehen, eignen sich großformatige Leinwände für eine Wandgestaltung sehr gut. Hier reicht evtl. eine Fotoleinwand pro Wand aus.

Tipp: Großformatige Leinwände lassen sich auch einfach auf den Boden oder, je nach Größe, auf ein Sideboard stellen, sie lehnen dann lässig an der Wand.

Wir hoffen unsere Ideen haben Sie inspiriert und unsere Tipps waren hilfreich für Sie. Nun wünschen wir Ihnen viel Erfolg bei der Gestaltung Ihrer Wände.